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29.01.2010, 11:52 Uhr | Übersicht | Drucken
Lutz Urbach im Franzz-Interview: Gute Laune bewahren
Ende Januar 100 Tage im Amt


Er war einer der erfolgreichsten Gewinner der Kommunalwahl 2009. Am 29. Januar ist Lutz Urbach 100 Tage Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach.

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Seit 100 Tagen im Amt:: Bürgermeister Lutz Urbach
Entspannt wirkt er. Freundlich. Realistisch. Die ersten Wochen im Amt als oberster Repräsentant der Stadt und Verwaltungschef haben Lutz Urbach zwar viel Arbeit gemacht, doch seine gute Laune hat er nicht verloren. Und doch war er am Anfang ganz schön erschrocken: "Die finanzielle Situation ist tatsächlich dramatischer als ich erwartet habe", gibt er zu. Und Hoffnung auf ein baldiges Ende der Finanzkrise, die sich ganz schön heftig auf die Kommunen niedergeschlagen hat, hat er auch nicht: "Ich sehe das Licht am Ende des Tunnels noch nicht." Er liebt die Kultur, hat an seinem ehemaligen Wohn- und Arbeitsort Hennef sogar ein altes Kino zu einem Kulturtreff umfunktioniert, doch gerade in diesem Bereich hat er keinen freien Handlungsspielraum. Schuld ist der Nothaushalt: "Leider gilt dieser Bereich formaljuristisch als freiwillige Ausgaben." Heißt: Die Stadt darf die Kulturzuschüsse gar nicht ausweiten. "Ganz an der Sache orientiert, ganz ehrlich und transparent", will er mit der Finanzmisere umgehen. "Dann werden Entscheidungen auch akzeptiert. Und die gute Laune will ich bewahren", lächelt er. "Es bringt ja nichts, morgens griesgrämig zur Arbeit zu gehen. Ich freue mich jeden Tag, mit den Kollegen hier im Haus die Sachen voran zu bringen." Nicht angekommen sei er, sondern zurück gekommen. Beruflich und privat. Urbach hat schon einige Stationen in der öffentlichen Verwaltung gemacht, in den Rathäusern Köln und in Hennef. Und als Jugendlicher wohnte er in Köln-Brück, zum Schwimmen ging es damals ins Wellenbad Saaler Mühle oder ins Milchborntal, Radtouren hatten oft den Altenberger Dom zum Ziel. Besonders wichtig ist ihm jetzt die Stadtentwicklung: "Die Regionale wird weitergehen aber anders. Wir werden das jetzt im Dialog entwickeln", verspricht er. Und die Entwicklung der einzelnen Stadtteile will er voran treiben. Obwohl sein Schwerpunkt im Wahlkampf Bensberg war, sagt er: "Wo auch immer sich eine Chance bietet, werden wir handeln, egal wo das ist." Privat ist er glücklich, dass der Umzug vor allen mit den Kindern so gut funktioniert hat. "Kindergarten und Schule, das ist ja wichtig", betont er. Nach Weihnachten und Silvester freut er sich erst einmal auf Karneval: "Das ist für meine Frau und mich etwas, woran wir richtig viel Freude haben." Frau Tanja ist ein ehemaliges Tanzmariechen und er selbst hat in der Karnevalsband "De Ringeldüvjer" gespielt.

Quelle: Franzz - Der Bewegungsmelder für Rhein-Berg Online



aktualisiert von Lennart Höring, 29.01.2010, 11:56 Uhr


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